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    RisikoMonitor
    Studie: 21 Branchen im Vergleich: Warum externe Sicherheitsnoten Kontext brauchen — RisikoMonitor
    Studie7. Oktober 2026 4 Min Lesezeit

    21 Branchen im Vergleich: Warum externe Sicherheitsnoten Kontext brauchen

    Welche Schweizer Branche schützt ihre öffentlich sichtbaren Domains am besten? Der Branchen-Sicherheitsvergleich von Risikomonitor ordnet 374.697 klassifizierbare .ch-Domains 21 Wirtschaftszweigen zu und betrachtet sechs Dimensionen: E-Mail, Website-Sicherheit, Angriffsfläche, Datenlecks, Infostealer und Souveränität. Die Studie dokumentiert den Datenstand 19. August 2026.

    Gesamtnoten liegen eng beieinander

    Die bereitgestellte Pressemitteilung weist eine Spanne von 74,4 Punkten für Immobilien bis 71,9 für Handel/Retail aus. Immobilien umfasst in dieser Auswertung 17.326 Domains, Handel/Retail 22.322. Gesundheit mit 46.406 Domains erreicht 73,4 Punkte; Bau/Handwerk mit 36.619 Domains 72,4.

    Ein zusammengesetzter Score verdichtet verschiedene Beobachtungen. Kleine Unterschiede in der Gesamtzahl sollten deshalb nicht wie präzise Unterschiede der tatsächlichen Angriffswahrscheinlichkeit behandelt werden. Für Massnahmen sind die Einzelindikatoren aussagekräftiger.

    Datenleck-Exposition variiert stärker

    Bei der Datenleck-Quote berichtet die Presseunterlage 13,8 Prozent für Treuhand/Finanzberatung, 12,9 Prozent für Marketing/Medien, 12,4 Prozent für Bau/Handwerk und 11,3 Prozent für Recht. Solche Funde können aus externen Plattform-Leaks stammen. Sie bedeuten nicht automatisch, dass das jeweilige Unternehmen selbst kompromittiert wurde.

    Das Banken-Paradox richtig lesen

    Die Pressemitteilung stellt 36 kuratierte Banken-Domains der gesamten Finanzbranche mit 10.446 Domains gegenüber. Für die Banken nennt sie 55,6 Punkte und eine Leak-Quote von 97,2 Prozent; für die Gesamtbranche 72,3 Punkte und 7,3 Prozent.

    Der Herausgeber führt dafür zwei Erklärungen an: Grosse Organisationen haben mehr Adressen und damit mehr Möglichkeiten, in externen Consumer-Leaks aufzutauchen. Zudem erfassen öffentliche Website- und Mail-Signale nicht unmittelbar die Sicherheit eines internen Banking-Systems. Der Vergleich ist daher kein Urteil über die Sicherheit von Bankkonten oder Zahlungsverkehr.

    Souveränität und Passwortkultur

    Beim Anteil in der Schweiz gehosteter Domains nennt die Presseunterlage 61,9 Prozent für Treuhand/Finanzberatung und 45,5 Prozent für die Finanzbranche. Auch hier wird Servergeografie gemessen, nicht die gesamte rechtliche und organisatorische Kontrolle.

    Die Passwortauswertung bildet eine weitere eigenständige Dimension. Sie reicht nach dem verwendeten Qualitäts-Score von 77,1 Punkten für Recht und Verein/Öffentlich bis 46,7 für Garten/Floristik. Historisch geleakte Passwörter sind dabei kein repräsentativer Test aller heute eingesetzten Unternehmenspasswörter.

    Was ein Vergleich leisten kann

    Ein Branchenvergleich ist ein Ausgangspunkt für gezielte Prüfungen: Wo fehlt E-Mail-Authentifizierung? Welche Web-Konfiguration ist unvollständig? Welche Leak-Funde benötigen Kontext? Entscheidend ist die Kombination aus Einzelbefunden und Informationen zur betroffenen Organisation, nicht allein deren Platz in einer Rangliste.

    Quelle und Grenzen: Dieser Artikel beruht auf den bereitgestellten Originalunterlagen „Branchen im Sicherheitsvergleich“. Berichtet werden externe, nicht-invasive Indikatoren und deren Einordnung durch den Herausgeber. Studie, Working Paper und Pressemitteilung stehen nach E-Mail-Code-Verifizierung im Bereich Publikationen bereit.

    Studie und Presseunterlagen

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    Originaldokumente: Deutsch · PDF

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