
Neue Ransomware-Gruppe BravoX attackiert Schweizer Software-Firma Soreco
Die erst seit Anfang 2026 öffentlich sichtbare Ransomware-Gruppe BravoX hat die Schweizer Firma Soreco AG aus Schwerzenbach (ZH) als Opfer auf ihrer Darknet-Leak-Seite gelistet. Soreco ist spezialisiert auf Business-Software für Finanz- und Dokumentenmanagement.
BravoX — Neuer Akteur
BravoX taucht seit Februar 2026 in mehreren Threat-Intelligence-Quellen und Leak-Trackern auf. Die Gruppe versucht sich offenbar im lukrativen Geschäft mit digitaler Erpressung zu etablieren. Soreco ist bereits das achte publizierte Opfer.
Bedeutung des Angriffs
Soreco betreut Unternehmen im Bereich Finanz- und Dokumentenmanagement — ein Kompromittierung kann Auswirkungen auf die gesamte Kundenbasis haben:
- Finanzdaten: Buchhaltungs- und Rechnungsdaten von Soreco-Kunden
- Dokumente: Vertrauliche Geschäftsdokumente
- Zugangsdaten: Potenzielle Zugänge zu Kundensystemen
Supply-Chain-Risiko
Der Angriff auf einen Software-Anbieter birgt besondere Risiken: Über die Software-Lieferkette könnten auch Kunden von Soreco betroffen sein. Managed-Service-Provider und Software-Anbieter sind bevorzugte Ziele, weil ein einzelner Angriff Hunderte nachgelagerte Unternehmen treffen kann.
Schweiz als Ziel
Die Schweiz verzeichnet einen stetigen Anstieg von Ransomware-Angriffen: 80 Vorfälle im Jahr 2025 laut Kaspersky, Tendenz steigend. Der Finanzplatz und die hohe Dichte an KMU machen das Land zu einem attraktiven Ziel.
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