
Eurotax-Blackout: Cyberangriff auf Autovista legt Österreichs Versicherungen wochenlang lahm
Ein Cyberangriff auf die Schweizer Autovista Group – Mutter der Fahrzeugdatenbank Eurotax – legte ab Mitte April 2026 zentrale Prozesse in der österreichischen Versicherungswirtschaft lahm. Schadensabteilungen konnten über zwei Wochen nicht auf Eurotax-Bewertungen zugreifen, Unfallgutachten und Restwertkalkulationen mussten manuell oder über Behelfsquellen erfolgen.
Auswirkungen in Österreich: - Verzögerte Schadensregulierung im Kfz-Bereich - Manuelle Kalkulationen statt automatisierter Datenbankabfragen - Engpässe bei Leasing-Rückgaben und Fahrzeugverkäufen - Klagen über Bearbeitungsstaus bei mehreren großen heimischen Versicherern
Status: Autovista bestätigte einen "Cybersicherheitsvorfall" und arbeitete mit externen Forensik-Spezialisten an der schrittweisen Wiederherstellung. Per Ende April kehrten erste Module zurück, voller Zugriff war zu Redaktionsschluss noch nicht in allen Märkten verfügbar.
Risikomonitor-Einschätzung: Der Vorfall zeigt erneut, wie stark eine ganze Branche (Versicherungen, Leasing, Werkstätten, Sachverständige) an einem einzigen ausländischen IT-Dienstleister hängt. Vendor-Risk-Monitoring und vertraglich zugesicherte SLAs für Cybervorfälle sind unter NIS2 kein "Nice to have", sondern Pflicht.
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