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    Lagebild: FBI warnt vor FortiBleed: 82.236 FortiGate-Firewalls in Europa offen erreichbar — RisikoMonitor
    Lagebild9. Oktober 2026 4 Min Lesezeit

    FBI warnt vor FortiBleed: 82.236 FortiGate-Firewalls in Europa offen erreichbar

    FBI und US Secret Service warnten am 6. Oktober 2026, dass die Angriffskampagne FortiBleed weiter aktiv ist und internetseitig erreichbare FortiGate-Firewalls übernimmt. Die gemeinsame Warnung nennt über 86.644 bereits kompromittierte Geräte in 194 Ländern. Die Presseinformation von Risikomonitor stellt dazu die Vorfrage: Wie viele dieser Firewalls stehen in Europa überhaupt offen im Internet?

    82.236 offene Oberflächen in 42 Ländern

    Insgesamt antworten in den 42 erfassten Ländern 82.236 FortiGate-Verwaltungs- oder VPN-Oberflächen aus dem offenen Internet. Am stärksten betroffen sind Italien, Frankreich, Spanien, Österreich und Deutschland; auf die fünf größten Länder entfällt weit mehr als die Hälfte des Bestands.

    Österreich: 6.203 Oberflächen

    In Österreich sind 6.203 Oberflächen erreichbar. Im detailliert ausgewerteten Teil von 3.121 Geräten entfallen rund 61 Prozent auf kleine Modelle der 30er- bis 90er-Reihe – Firewalls, wie sie in Arztpraxen, Kanzleien, Handwerksbetrieben und Filialen stehen. Häufigstes Modell ist die FortiGate-40F (901 Geräte), gefolgt von der 60F (495). Die Geräte ballen sich bei wenigen Netzbetreibern: A1 Telekom Austria AG (1.115), T-Mobile Austria GmbH (348) und Salzburg AG (116).

    Nicht die Firmware, sondern die offene Oberfläche

    Die Mehrheit der offenen Geräte ist aktuelle Hardware der F-Serie. Europaweit laufen jedoch rund 1.940 Geräte auf Modellen der D-Serie und älter, die keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Die Behörden empfehlen vorrangig, die Verwaltung aus dem Internet zu nehmen, den Zugriff auf vertrauenswürdige Adressen zu beschränken und mit starker Zwei-Faktor-Anmeldung abzusichern.

    Methodik und Grenzen: Rein passive IP-Recherche, Stand 8. Oktober 2026. Es wurde kein Gerät gescannt, keine Verbindung aufgebaut und kein Anmeldeversuch unternommen. Die Firmware-Version ist passiv nicht erkennbar; eine Betroffenheitsquote wird daher nicht ausgewiesen. Modell- und Betreiberstruktur stammen aus einem Detaildatensatz von 48.133 Geräten in 17 Ländern. Die vollständige Presseinformation steht im Bereich Publikationen nach E-Mail-Verifizierung bereit.

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