
Infutor/Verisk: 676 Mio. US-Sozialversicherungsnummern in offener Elasticsearch-DB
Im April 2026 wurde bekannt, dass eine 91,7 GB große Elasticsearch-Datenbank des US-Datenbrokers Infutor (Tochter von Verisk) ohne Passwort öffentlich erreichbar war. Inhalt: 676 Mio. Verbraucherdatensätze mit Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und – in einem nicht unerheblichen Teil – US-Sozialversicherungsnummern (SSN).
Wer ist Infutor: Datenbroker, der Profile aus Public Records, Marketing-Daten und Loyalty-Programmen aggregiert und an Versicherungen, Banken und Marketing-Anbieter verkauft.
Folgen: - Massive Credential-/Identitäts-Diebstahls-Welle in den USA wahrscheinlich - Klagen unter California Consumer Privacy Act (CCPA) und Texas Data Privacy Act - Erneute Diskussion: Datenbroker als systemisches Risiko
DACH-Bezug: In Europa wäre ein solcher Vorfall ein klarer DSGVO-Massiv-Verstoß mit potenziell zweistelligen Mio. €-Strafen. Anbieter wie SCHUFA (DE) oder KSV1870 (AT) operieren regulierter, sind aber strukturell ähnlich attraktiv für Angreifer.
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