
Lieferkettenangriffe 2026: Warum 73 % der DACH-Vorfälle über Zulieferer-Software starten
Unsere Auswertung von 412 öffentlich gewordenen Cybervorfällen im DACH-Raum zwischen Januar und Mai 2026 ergibt ein eindeutiges Bild: 73 % aller dokumentierten Fälle hatten den initialen Einfallsvektor nicht beim betroffenen Unternehmen selbst, sondern bei einem IT-Dienstleister, Hosting-Provider oder Softwarelieferanten.
Die Top-3-Vektoren
1. Managed-Service-Provider: Ein kompromittierter MSP betreut hunderte Kunden. Einmal drin, hat der Angreifer mehrere Mandanten. 2. Open-Source-Pakete: NPM-, PyPI- und Composer-Pakete mit eingeschleustem Schadcode (vgl. [LiteLLM-Vorfall](/news)). 3. CRM- und Buchhaltungs-SaaS: Single-Sign-On-Token aus einem kompromittierten Vendor öffnen das Kundennetz.
Was NIS2 und DORA verlangen
NIS2 (umgesetzt in Österreich per NISG 2024) und DORA (für Finanzsektor verbindlich seit Januar 2025) verlangen explizit ein dokumentiertes Lieferantenmanagement mit kontinuierlicher Risikoüberwachung. Wer Vorfälle bei Zulieferern erst aus der Presse erfährt, erfüllt diese Anforderung nicht. Detail-Lektüre zu unserem [NIS2-Service](/nis2) und [DORA-Service](/dora).
Lösung
Mit unserem [Lieferantenmonitoring](/lieferantenmonitoring) überwachen wir Ihre kritischen Zulieferer 24/7 gegen Darknet-Leaks, Ransomware-Erwähnungen, Domain-Veränderungen und CVE-Exposition. Sie erfahren Vorfälle, bevor der Lieferant Sie informiert – im Schnitt 6 Tage früher.
Ergänzend: [Domain-Monitoring](/domain-monitoring) für Lookalikes, die im Vendor-Phishing genutzt werden.
Weitere Artikel

PHP2Shell: Kritische PHP-Lücke trifft tausende Websites in Österreich und der Schweiz
CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 erlauben die Fernübernahme von Servern ohne Zugangsdaten. Auf unserer neuen Plattform php.risikomonitor.com können Website-Inhaber kostenlos prüfen, ob sie betroffen sind.

Kommunale IT-Sicherheit: 984 Gemeinden in Combolisten
Unsere Studie analysiert 2.086 österreichische Gemeinden: Zugangsdaten im Darknet, veraltete Software und öffentlich erreichbare Dienste.

Studie: Schatten-IT und Ransomware hängen eindeutig zusammen
Vier von fünf Schweizer Ransomware-Opfern hatten Firmenadressen in Datenlecks – im Schnitt nur jede sechste Firma.