
LockBit 4.0: Neue Ransomware-Variante verschlüsselt in unter 4 Minuten
Die neueste Version der berüchtigten LockBit-Ransomware setzt auf einen komplett überarbeiteten Verschlüsselungsalgorithmus. Sicherheitsforscher warnen: Die durchschnittliche Zeit bis zur vollständigen Verschlüsselung eines Netzwerks ist auf unter vier Minuten gesunken. Besonders betroffen sind mittelständische Unternehmen im DACH-Raum, die noch auf veraltete Backup-Strategien setzen.
Technische Analyse
LockBit 4.0 nutzt einen hybriden Verschlüsselungsansatz, der AES-256 mit ChaCha20 kombiniert. Im Gegensatz zu früheren Versionen erfolgt die Schlüsselaushandlung nun über einen dezentralen C2-Mechanismus, der die Rückverfolgbarkeit erheblich erschwert.
Die neue Variante wurde erstmals Anfang März 2026 in freier Wildbahn beobachtet. Besonders besorgniserregend ist die Geschwindigkeit: Während LockBit 3.0 im Durchschnitt etwa 15 Minuten für die Verschlüsselung eines durchschnittlichen Unternehmensnetzwerks benötigte, schafft Version 4.0 dies in unter vier Minuten.
Betroffene Branchen
Unsere Analysen zeigen, dass folgende Branchen besonders im Visier stehen:
- Gesundheitswesen: 34% aller beobachteten Angriffe
- Fertigungsindustrie: 28% aller Angriffe
- Finanzdienstleister: 19% aller Angriffe
- Öffentliche Verwaltung: 12% aller Angriffe
Schutzmaßnahmen
Unternehmen sollten umgehend ihre Backup-Strategien überprüfen und sicherstellen, dass Offline-Backups vorhanden sind. Die Implementierung von Zero-Trust-Architekturen und die Segmentierung von Netzwerken sind essenzielle Schutzmaßnahmen gegen die neue Variante.
Darüber hinaus empfehlen wir die Aktivierung von Verhaltensbasierten Erkennungsmechanismen, da signaturbasierte Lösungen bei polymorphen Varianten wie LockBit 4.0 an ihre Grenzen stoßen.
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