Zum Inhalt springen
    RisikoMonitor
    Ransomware: Marks & Spencer: Wie ein Social-Engineering-Angriff den UK-Einzelhandelsriesen 300 Millionen Pfund kostete — RisikoMonitor
    Ransomware24. April 2026 6 Min Lesezeit

    Marks & Spencer: Wie ein Social-Engineering-Angriff den UK-Einzelhandelsriesen 300 Millionen Pfund kostete

    Der britische Traditionskonzern Marks & Spencer (M&S) bestätigte 2026 die finalen Folgekosten des Cyberangriffs aus dem Vorjahr: rund 300 Mio. £ entgangener operativer Gewinn, ein massiver Reputationsschaden und Klagen von Kund:innen wegen geleakter Bestelldaten.

    Angriffsweg: Die Täter (zugeordnet zur lose organisierten Szene rund um Scattered Spider/DragonForce) gelangten über einen klassischen Helpdesk-Vishing-Anruf an Initialzugänge eines IT-Dienstleisters. Innerhalb von 72 Stunden wurden Active-Directory-Domains kompromittiert und Teile der VMware-Infrastruktur verschlüsselt.

    Auswirkungen: - Click & Collect, Online-Shopping und Geschenkkarten waren über sechs Wochen gestört - Lagerlogistik in den UK-Distributionszentren wurde manuell weiterbetrieben - Personal- und Bestelldaten von ca. 9,4 Mio. Kund:innen abgeflossen

    Lehre für CISOs: Der Angriff zeigt erneut: Identity ist der neue Perimeter. Risikomonitor empfiehlt verpflichtendes Voice-MFA bzw. Callback-Verifikation für jeden Helpdesk-Reset, gehärtete Tier-0-Zonen und 24/7-Darknet-Monitoring auf abgeflossene Mitarbeiter-Credentials.