
Marks & Spencer: Wie ein Social-Engineering-Angriff den UK-Einzelhandelsriesen 300 Millionen Pfund kostete
Der britische Traditionskonzern Marks & Spencer (M&S) bestätigte 2026 die finalen Folgekosten des Cyberangriffs aus dem Vorjahr: rund 300 Mio. £ entgangener operativer Gewinn, ein massiver Reputationsschaden und Klagen von Kund:innen wegen geleakter Bestelldaten.
Angriffsweg: Die Täter (zugeordnet zur lose organisierten Szene rund um Scattered Spider/DragonForce) gelangten über einen klassischen Helpdesk-Vishing-Anruf an Initialzugänge eines IT-Dienstleisters. Innerhalb von 72 Stunden wurden Active-Directory-Domains kompromittiert und Teile der VMware-Infrastruktur verschlüsselt.
Auswirkungen: - Click & Collect, Online-Shopping und Geschenkkarten waren über sechs Wochen gestört - Lagerlogistik in den UK-Distributionszentren wurde manuell weiterbetrieben - Personal- und Bestelldaten von ca. 9,4 Mio. Kund:innen abgeflossen
Lehre für CISOs: Der Angriff zeigt erneut: Identity ist der neue Perimeter. Risikomonitor empfiehlt verpflichtendes Voice-MFA bzw. Callback-Verifikation für jeden Helpdesk-Reset, gehärtete Tier-0-Zonen und 24/7-Darknet-Monitoring auf abgeflossene Mitarbeiter-Credentials.
Weitere Artikel

PHP2Shell: Kritische PHP-Lücke trifft tausende Websites in Österreich und der Schweiz
CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 erlauben die Fernübernahme von Servern ohne Zugangsdaten. Auf unserer neuen Plattform php.risikomonitor.com können Website-Inhaber kostenlos prüfen, ob sie betroffen sind.

Kommunale IT-Sicherheit: 984 Gemeinden in Combolisten
Unsere Studie analysiert 2.086 österreichische Gemeinden: Zugangsdaten im Darknet, veraltete Software und öffentlich erreichbare Dienste.

Studie: Schatten-IT und Ransomware hängen eindeutig zusammen
Vier von fünf Schweizer Ransomware-Opfern hatten Firmenadressen in Datenlecks – im Schnitt nur jede sechste Firma.