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    RisikoMonitor
    Medienbericht: MSN/Kurier: Großangriff auf Telekom- und Internet-Infrastruktur — RisikoMonitor
    Medienbericht6. April 2026 3 Min Lesezeit

    MSN/Kurier: Großangriff auf Telekom- und Internet-Infrastruktur

    Cyberkriminelle haben in den vergangenen Wochen mit einer groß angelegten Attacke Telekom- und Internet-Infrastrukturunternehmen ins Visier genommen. Die IT-Beratungsfirma Risikomonitor und die Unternehmensberater von EY haben mithilfe spezialisierter Scanning-Analysen weltweit mehr als 44.000 Systeme identifiziert, die von der Angriffswelle betroffen sind. Besonders viele finden sich in Brasilien, Vietnam, Indonesien, Polen und Südafrika. Täglich sollen rund 2.000 dazukommen.

    Österreich: rund 60 betroffene Systeme

    In Österreich sind nach Angaben von Risikomonitor-Geschäftsführer Manuel Löw-Beer rund 60 Systeme betroffen. Der Großteil davon sei einem Tiroler Glasfaser-Internetbetreiber zuzurechnen. Die hohe Geschwindigkeit der Verbreitung deute auf einen stark automatisierten Angriff hin, bei dem Schwachstellen in öffentlich erreichbaren Systemen ausgenutzt werden.

    Laut Löw-Beer dringen die Angreifer auch über Sicherheitslücken in jahrelang nicht aktualisierter Software in viele Systeme ein. Anschließend werde ein Fernzugriff eingerichtet, über den die Angreifer vollständige Kontrolle über die betroffenen Computersysteme erlangen können.

    Aufbau eines Botnetzes

    Löw-Beer geht davon aus, dass die kompromittierten Systeme zu einem Botnetz zusammengeschlossen werden sollen. Denkbar seien gezielte Angriffe auf Infrastrukturanlagen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Stabilität des Internets führen können. Die Struktur der Kampagne und die technische Umsetzung weisen auf eine organisierte cyberkriminelle Gruppe mit klarer wirtschaftlicher Motivation hin. Eine staatliche Akteurschaft kann aktuell nicht festgestellt werden.

    Empfehlungen

    EY-Cybersicherheitsexperte Robert Pölzelbauer rät Firmen, aktiv zu prüfen, ob ihre Systeme ausreichend abgesichert sind. Fernzugriffe sollten nur über gesicherte Verbindungen erlaubt und Server gezielt auf Schwachstellen überprüft werden. Empfohlen werden zudem regelmäßige Updates und das Ausmustern veralteter Systeme.

    Quelle: [MSN / Kurier — Artikel von Patrick Dax](https://www.msn.com/de-at/finanzen/nachrichten/großangriff-auf-telekom-und-internet-infrastruktur/ar-AA1Z3Trm)